mit dem rad nach hause

23 04 2012

das blog ist wieder da! diesmal als allgemeines reiseblog. die beiträge aus neuseeland bleiben natürlich trotzdem erhalten. die seite wird noch umgestaltet und mit weiteren interessanten infos zum alternativen reisen angereichert. doch nun erst einmal viel spaß mit dem neuen bericht.

seit mehreren jahren schwirrt mir der wunsch im kopf herum, einmal von meinem wohnort in berlin mit dem fahrrad zu meinem elternhaus in sachsen anhalt zu fahren. doch immer wieder kam “etwas” dazwischen. zu ostern jedoch machte ich ernst, unterzog dem rad einem technischen frühlingcheck und packte meine taschen. zwischen 200 und 220 kilometer sollten es werden. da sich über die osterfeiertage leider kein reisebegeisterter auf der strecke befand, der mich kostenlos bei sich übernachten lies und das wetter sich nicht gerade von seiner frühlingshaften seite zeigen wollte, wollte ich die strecke in 2 tagen mit nur einer übernachtung schaffen. meine beine waren jedoch mehr oder weniger gerade erst aus dem winterschlaf erwacht und daher musste eine weitere übernachtung weiterhin in betracht gezogen werden.

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um 08:30 uhr ging es am karfreitag los

entlang der panke glitzerten gräser und steinchen, die vom raureif einghüllt waren und von der sonne beschienen wurden

am karfreitagmorgen ging es schließlich in berlin karow los. die sonne schien zwar, doch zeugte der raureif von kühlen temperaturen. entlang der panke radelte ich auf gleichnamigen radweg in richtung berliner innenstadt. dem feiertag sei dank war an diesem morgen wenig los und ich kam recht gut voran. auf der schönhauser allee wurde es dann immer belebter. ich radelte an vielen touristischen hotspots vorbei, die ich zwar alle schon hunderte male gesehen hab, an denen ich mich an diesem morgen dennoch erfreute.

fernsehturm von der südlichen schönhauser allee aus gesehen

am brandenburger tor war schon einiges los

erst als ich den wannsee im grunewald nach ca. 31 km erreichte, entkam ich das erste nennenswerte mal dem stadtverkehr und “feierte” dies mit einem zweiten frühstück. in wannsee selbst waren dann schon anwohner und touristen gleichermaßen erwacht und belagerten die sonnige uferregion des wannsees. an der glienicker brücke verabschiedete ich mich gedanklich von berlin und begrüßte auf der anderen seite nach fast genau 50 km das schöne potsdam.

kurze pause am oberen wannsee

die gegend um den grundwaldturm scheint bei radfahrern beliebt, denn ich habe viele auf ihren rennrädern gesehen.

potsdam zeigt sich zunächst auch noch sonnig. zur mittagspause an der havel hatte ich gerade mal 55 kilometer hinter mir und es zog sich langsam zu. eine geschlossene wolkendecke legte sich übers land und die sonne ward nicht mehr gesehen. schade. ich spürte es auch gleich in der temperatur, die an diesem ohnehin schon empfindlichen tag gleich eins, zwei grade abfiel. ein grund mehr, weiter zu radeln.

potsdam landtag

das als moschee verkleidete dampfmaschinenhaus nahe der havel in potsdam

ebenfalls zum ersten mal gesehen: eine chinesische mandarinenente!

futuristisches wohnen in potsam, mit großen koi karpfen im teich

nach kilometer 70, irgendwo in brandenburg, begann ich die pensionen und gasthöfe die in meiner radwanderkarte verzeichnet sind, anzurufen um einen platz für die nacht fest zu machen. ich fühlte mich gut und wollte es an diesem tag bis “raben” schaffen, ca. 20 kilometer vor der lutherstadt wittenberg. damit hätte ich den größten teil der strecke bereits hinter mir.

in stadtnähe bleibt es nicht aus, auch müll in nestern zu verbauen..

templiner see

doch es war ostern und obwohl ich raben nur für ein etwas größers dörfchen hielt, schien alles ausgebucht zu sein! erst der letzte anruf bescherte mir einen platz in einem bungalow mit frühstück. perfekt! damit stand das etappenziel fest. und die aussicht auf eine heiße dusche und ein kuscheliges bett gab mir gleich nochmal die nötige motivation zum weiterradeln. ausserdem radelte ich nun weitesgehend auf fahrradstraßen durch wälder, wo ich kaum anderen leuten begegnete. da die sonne nun verschwunden war und es nicht mehr wirklich gemütlich draußen war, haben sich die meisten wohl irgendwo nach drinnen begeben. doch ich war gut angezogen und hoch motiviert! und weiter gings.

wetterstation mit angebundenem stein. weißte bescheid!

auf dem radfernweg r1

in der stadt belzig sprang der kilometerzähler auf 100 und ich hätte bereits dort schon irgendwo in ein gemachtes bett fallen können. 3 weitere radler, die ich seit einigen kilometern immer wieder überholt hatte bzw. sie mich, hatten hier ihr tagesziel erreicht und nur zu gern hätte ich das selbst von mir sagen wollen. aber mein bett für diese nacht stand nun mal in raben. bald fing es an dunkel zu werden und ich war scheinbar der einzige mensch der noch unterwegs war, obwohl es erst später nachmittag war. auf exponierten teilen des weges, die nun immer häufiger vorkamen, zeigte sich der für den nächsten tag vorausgesagte wind schon recht angriffslustig. er kam von schräg vorne und ich war stets dankbar wenn bereits das nächste waldstück in aussich war oder ein abfallendes wegstück. immer wieder hielt ich für ein paar wenige minuten an, um einen schluck aus der thermoskanne zu nehmen und einen keks mit einer handvoll datteln einzuwerfen um die energiezufuhr zu sichern. in neuseeland hatte ich gelernt, immer schon zu essen und zu trinken, bevor das eigentliche hunger- oder durstgefühl eintritt. denn dann ist es meistens schon zu spät.

ich war sehr glücklich darüber, dass sich der gasthof mit dem bungalow direkt am weg befand, an dem man so oder so vorbei geradelt wäre und damit keinen umweg darstellte. ich checkte um 19:00 uhr quasi im vorbei fahren ein und fiel vom rad direkt ins bett, bzw. erstmal noch in die heißte dusche. 128 kilometer zeigte der tacho am ende des tages an.

geschafft! nach 128km darf ich ins gemachte bett fallen. die heizung war netterweise auch schon angestellt.

ich bereitete mir ein kleines abendbrot und eine große tasse tee zu und ging um 9 ins bett. 10 stunden später ruckelten windböen dermaßen an meiner gemütlichen hütte, dass ich mich gedanklich darauf vorbereitete, dass das weiterfahren nichts wird. und zugegeben: als ich das erste mal am nächsten tag aufwachte, konnte ich mich zuerst nicht bewegen, hehe. mein körper war ein steifes brett. doch so nach und nach kam wieder schwung in die überstrapazierten glieder. ich war die erste im frühstücksraum und verleibte mir brot, brötchen und ein frühstücksei ein. schade, wenn ich mehr zeit hätte, würd ich mir gern die burg raben noch anschauen. doch die ist ausserdem eh auf einem hügel, auf den zu radeln ich an diesem morgen definitiv keine lust verspüre! ich muss meine kräfte einteilen. denn es geht weiter, der wind ist böig, aber in den waldstücken gar nicht zu spüren. es herrscht himmlische ruhe in den wäldern an diesem ostersonnabend und ich freue mich darüber, diesen entschluss umgesetzt zu haben. den rest würde ich auch noch schaffen, da war ich mir nun sicher.

ostersamstag am morgen, kurz vor wittenberg

unbefestigte wege machen das ganze noch etwas abenteuerlicher und ist noch näher an der natur als auf aphaltwegen, oder? :)

in der lutherstadt wittenberg, der ersten stadt in sachsen anhalt durch die ich kam, schoss ich ein paar bilder. es ist wirklich sehr schön dort! sonne und wolken boten ausserdem ein ausserordentliches licht- und schattenspektakel. das zusammen mit den vielen historischen gebäuden hätte ich mir stundenlang ansehen können. doch ich musste weiter. es war absehbar, dass das wetter nicht mehr all zu lange gnade mit mir hat.
schon als ich in wittenberg einrollte muss gerade vor meiner ankunft ein graupelschauer niedergegangen sein. überall lagen weiße kügelchen die aussahen wie die aus styropor.

wittenberg marktplatz

wittenberg

ich weiß leider nicht, ob es DIE kirche ist.

bis hier hin war ich dem europaradweg r1 gefolgt, der von frankreichs atlantikküste bis hoch nach st. petersburg in russland an der ostsee reicht. in wittenberg wechselte ich nun auf den elberadweg. die elbe musste ich in coswig mit der fähre überqueren. in diesem teilstück kam der wind oft voll von vorn. in coswig presste ich mich an den einzigen baum der auf fahrerseite stand um beim warten auf die fähre vorm wind geschützt zu sein. und im schönen wörlitz hatte petrus mich dann ein: es begann mit einem kurzen regenschauer, darauf folgte graupel, der sich schließlich in schnee verwandelte. in wörlitz hatte ich mich auch mit meinem vater verabredet, der mich von hier an auf seinem rad nach hause begleiten wollte. juhuu, endlich kein lästiges auf die karte schauen mehr, das spart schon mal zeit. dummerweise verfuhr ich mich in wörlitz und wir verpassten uns. doch handy sei dank fanden wir dann doch zueinander.

auf der fähre zum übersetzen an der elbe bei coswig

zusammenschluss in wörlitz: mein vati kam mir 45km entgegen gefahren um die gleiche strecke mit mir zusammen wieder zurück zu fahren. tausend dank! :)

wir warteten den schneeschauer ab bevor wir uns an die finalen 45 kilometer machten. als es schneite, dachte ich zuerst nicht mehr an die sonne. doch sie kam tatsächlich wieder! unglaublich, einfach richtig echtes aprilwetter! diese kapriolen sollten sich dann immer wieder und in gleicher reihenfolge wiederholen: regen, graupel, schnee, sonne. es war auf den radwegen ausser uns beiden verrückten natürlich kaum ein anderer unterwegs. was auch gut war, denn bei graupel fuhr ich meist nur mit einer hand und die andere hand schützend vorm gesicht haltend. der graupel fühlte sich auf der kalten haut an wie eine ladung schrot! dadurch sah ich oft nicht was vor mir war. nur das blau der jacke meines vaters ‘leuchtete’ mir grob den weg, denn natürlich fuhr ich so gut wie möglich in seinem windschatten, was eine große erleichterung für mich war.

als wir die mulde überquerten schien gerade wieder die sonne. wir fütterten dort fische von der brücke aus. ein echtes spektakel mit riesigen exemplaren! aber das größte highlight an diesem kurzen stopp war ein eisvogel. ich glaube, das war das erste mal, dass ich einen gesehen habe. wie ein leutender diamand sah man ihn sehr lange, bevor er im gras der uferböschung verwand. toll!

sonne, fische und ein eisvogel an der mulde. großartig!

mein vati als persönlicher guide auf unbekannten wegen und durch verrücktes wetter. tausend dank, das war mir eine große hilfe und freude :)

in dessau erkannte ich dann endlich heimatliche gefilde. zumindest, was die sicht durch schneetreiben noch zuließ. einfach unglaublich! und sogar unglaublich schön! haben wir doch heutzutage allen möglichen technischen schnickschnak an funktionskleidung und bleiben dann doch lieber drin. aber was für ein naturschauspiel! das schneetrieben auf der elbe, der eisvogel, der graupel der die wege mit weißen perlen übersäht.. und kaum ein anderer mensch unterwegs.

in aken an der elbe fuhren wir am gymnasium vorbei, an dem ich vor nun mehr 15 jahren ein paar schuljahre verbrachte. oh gott wie die zeit vergeht. hier verließen wir den elberadweg und fuhren auf einem alternativweg des r1 am akazienteich vorbei in richtung wulfen. der sandfeldweg verlangte nochmal alles ab durch sein ungeschütztes stück auf dem wir dem wind voll von vorn ausgesetzt waren. wenigstens war mir durch die anstrengung nicht kalt! ;)

der letzte schneeschauer hielt sogar recht lang an und bot die dicksten flocken. verrückt aber schön!

216 kilometer waren es von haustür zu haustür. ich freue mich, es nach 12 jahren endlich gemacht und sogar geschafft zu haben. nachahmen ausdrücklich empfohlen! :)



von vulkanen über harzer hexen zur spreewaldgurke

7 06 2011

wie im letzten artikel angekündigt, bin ich nach tirau weiter über rotorua zum tongariro national park gereist, oder besser gesagt, getrampt. denn die letzte tour auf der nordinsel (10 tage insgesamt, knapp 1000 km) bin ich nämlich nur noch per anhalter gefahren. das geht in neuseeland sehr gut und hat mir viele kleine schöne bekanntschaften und geschichten eingebracht.

das wetter im tongariro meinte es diesmal gut mit mir, auch wenn es irgendwo grenzwertig war. es war zwar ein klarer tag, jedoch war es höllisch windig. auf ungeschützten graten war ich oft kurz davor mich auf den bauch zu werfen um dem wind weniger angriffsfläche zu bieten und nicht über die felskante gepustet zu werden. ich habe mir sogar steine in die jackentaschen gepackt, um mich zu beschweren. total verrückt!

sonnenuntergang am lake rotorua

tongariro crossing: links der schneebedeckte ruapehu, mit 2.797m der höhste vulkan neuseelands, in der mitte mt ngauruhoe 2287m, und vorn der red crater "rote krater"

die tongariroüberquerung ist mit ihren 18,5 km eine der schönsten eintageswanderungen der welt. rechts vom red crater führt der wanderweg entlang

wieder in auckland: blick auf die vulkaninsel rangitoto, der natüerlich ebenfalls noch erklettert wurde

im flieger auf dem weg um die halbe weg nach "hause". kia ora aotearoa - auf wiedersehen neuseeland!

am 6. mai setzte ich mich schließlich wieder ins flugzeug und ließ mich in mehr als 30 stunden flug wieder auf die nordhalbkugel chauffieren. zeit, um sich nochmal gedanken zu machen was war und was nun sein wird. die gefühle waren gemischt: ich war bereit, wieder nach hause zurück zu kehren, aber neuseeland wollte ich dennoch noch nicht so richtig verlassen.

wieder daheim angekommen hieß es ersteinmal vor allem freunde und familie wiederzusehen. ich wurde am hamburger flughafen herzlich empfangen und von da an war ich auch schon ziemlich “ausgebucht”. mit meinen eltern unternahm ich gleich am ersten wochenende nach meiner rückkehr eine kleine wanderung im harz. was mir auffiel: hier ist ja auch alles so schön grün!! ein jahr abwesenheit und vor allem viel aufenthalt in der natur ließ mich nun meine heimatliche vegetation viel bewusster wahrnehmen.

über himmelfahrt bot es sich für mich und steffi an, uns wieder aufs rad zu schwingen. so zogen wir entlang des spreeradwegs von berlin nach cottbus. unser erster gemeinsamer ausflug nach vielen vielen monaten der trennung.

gab mir ein neues naturbewusstsein für deutschland: die harztour mit meinen eltern zur eckertalsperre

gute 3 wochen später kamen meine 11kg übergepäck ziemlich lediert an, die ich von auckland per post verschickte.

wieder auf dem rad: der spreeradweg führte uns über himmelfahrt von berlin in den spreewald

wozu über 30 stunden im flugzeug sitzen, wenn neuseeland um die ecke ist? bei erkner, östlich von berlin, heisst ein stadtteil ebenso wie das land am anderen ende der welt..

mit steffi on tour bei ausschließlich sehr sommerlichen temperaturen

idyllischer zeltpatz an der spree bei leipe, spreewald. zeltplätze am wasser wurden zumeist von wasserwanderern aufgesucht, wir als radwanderer bildeten eher die ausnahme.

erfrischungsoase: bei über 30 grad kam uns das kühle nass der spree öfter sehr gelegen.

am heutigen tag bin ich genau einen monat wieder zurück. die zeit vergeht wahnsinnig schnell. ob ich mich schon wieder eingelebt habe? klar, als wäre ich nie weg gewesen. auf so einer reise erlebt man jeden tag so viel neues, das mir hier alles so vorkommt wie immer. und das ist auch gut so. ich freue mich darüber jeden tag zu wissen, wo ich am abend schlafen werde. ich freue mich, dass wenn ich jemand vertrautes zum reden brauche nun wieder alle auswahl habe. ich freue mich, wenn ich lust auf quark habe einfach welchen kaufen zu können usw. um nur mal ein paar beispiele zu nennen :) .

was ich auf meiner reise gelernt habe? oh da gibts recht vieles. vor allem viele kleine dinge. aber eine sache möchte ich gern mit euch teilen: das abenteuer ist/war nicht neuseeland, das abenteuer ist das ganze leben!

viele fragen mich nun, ‘und was machst du jetzt?’. nun, natürlich suche ich mir erst einmal eine arbeit. und dann, ja dann, werden wir sehen. es gibt jedenfalls noch viele unentdeckte länder auf dieser welt :D .

ich danke allen meinen treuen lesern und schreibern. es war mir immer eine freude, wenn ihr euch über meine beträge und bilder gefreut habt und den einen oder anderen kommentar da gelassen habt. gut möglich, dass hier auf dieser seite noch von anderen erlebnissen zu lesen sein wird.

nun stürzt euch alle selbst in wieder eure abenteuer. ich freue mich immer, mich mit euch über unser aller geschichten auszutauschen. auf ein baldiges wiederlesen – oder diesmal sogar wieder”sehen”! :D

britta aka schoko



neuseeland im schnelldurchlauf

28 04 2011

.. oder zumindest einen teil davon. nachdem ich meinen job im applepackhouse beendet hatte wurde mir klar, dass mir nicht mehr viel zeit im land der langen weissen wolke, wie es die maori nennen, bleibt. und dabei gibt es doch aber noch soooo viel zu sehen! also setzte ich mich ans internet und buchte fleissig bustickets. denn um mit dem rad weiter zu reisen blieb keine zeit mehr. dennoch schleppte ich meinen treuen drahtesel ueberall mit hin, was zum glueck nie ein problem war, und war somit vor ort immer flexibel. auf der suedinsel schaute ich mir queenstown an, verliebte mich in diese stadt die an einem riesigen, kristallklaren see liegt und von hohen bergen umringt ist; reiste zum franz josef gletscher auf dem ich bei einer 9-stuendigen gefuehrten tour eine gletscherspalte fiel, kehrte zurueck nach queenstown um weiter nach te anau zu fahren, schaukelte auf einem boot ueber den milford sound, kraxelte in 3 tagen ueber den 60km langen kepler track, kehrte wieder zurueck nach queenstown wo ich mit becky und ein paar anderen reisenden ihren 30. geburtstag feierte und flog am 18. april schliesslich zurueck nach auckland. ich kam erst nachts an da beide flieger (musste in christchurch umsteigen – nein, ich konnte mir die stadt leider leider nicht nochmal ansehen) verspaetung hatten. als ich am naechsten morgen aufwachte dachte ich, ich waere ausversehen auf fiji gelandet. mir war gar nicht mehr bewusst wie warm und feucht das klima “hier oben” ist. dagegen ist auf der suedinsel ja schon winter. juchuu, ich brauche wieder nur jeans und t-shirt, das ist gut so und macht das reisen einfacher.

queenstown waterfront, mit dem piano mann im vordergrund

eisige umgebung am franz josef gletscher

milford sound zeigte sich nass und bewoelkt

sonnenaufgang auf dem kepler track, tag 2, von der luxmore huette aus gesehen auf lake te anau

gipfelsturm kepler track, tag 2, auf mount luxmore (1496m)

queenstown vom berg ausgesehen (gondola)

queenstown am morgen meiner abreise (frankton mit blick auf remarkables)

nach einer organisationswoche in auckland hab ich mich entschieden mich nochmal auf den weg zu machen. auf der nordinsel gibt es immer noch einige plaetze, die ich bisher noch nicht gesehen habe. meine route fuehrte mich bisher nach coromandel, wo ich aufgrund von dauerregen aber nicht viel machen konnte. nun bin ich gerade in tirau, was nah bei rotorua ist.

herbstbaum auf dem te waihou walkway naehe rotorua

te waihou walkway

das wasser des blue springs, "blauer bach", ist so klar, dass man forellen darin schwimmen sehen kann.

mein weg fuehrt mich weiter uber rotorua zum tongariro national park, wo ich das zweite mal den gleichnamigen track angehen werde (im letzten jahr hatten steffi und ich schlechtes wetter). ueber hamilton geht es nach auckland zurueck von wo ich schliesslich naechste woche freitag zurueck fliegen werde. ich werd bestimmt noch mal einen “abschiedsartikel” schreiben, somit ist dies erst mein vorletzter, hehe. :)



meine rueckkehr

1 04 2011

wahnsinn, wie sich die dinge doch entwickeln! da haben die kiwis doch echt so ein “mitarbeiter des monats” – ding. und das in so einem kleinen “popel packhaus”! ich  meine, wir packen keine popel. es sind schon aepfel, keine sorge. aber es ist halt kein kommerzieller riese der irgendwie seine mitarbeiter motivieren muss. wie dem auch sei. ich verdanke es jedenfalls meiner deutschen herkunft einen kleinen, ich behaupte, hang zur perfektion zu haben. aepfel die klein und/oder haesslich sind oder  nicht den richtigen grad einer rotfaerbung aufweisen und an mir vorbei muessen, haben kaum eine chance unerkannt durch zu kommen. da sagte mir mein chef heute, dass bei mir nur 2 – 5% der quasimodoaepfel durchkommen, waehrend bei den anderen der durchschnitt bei 5 -10% liegt! wow, da war ich ja selbst baff. (also 5 – 10% der aepfel die durch den grader kommen sind immer noch doof bei anderen mitarbeitern.) daher beschweren sich andere mitarbeiter also immer, wenn sie mal mit an den grader muessen, dass es auf meiner seite nichts zu tun gaebe.. . :)

jedenfalls habe ich es dadurch tatsaechlich geschafft mitarbeiterin des monats maerz zu werden! wow, dass ich mal mitarbeiter des monats werde… . und was gibts dafuer? nein, kein grinsebild von mir im aufenthaltsraum (gott sei dank!). sondern ein wochenende im wochenendhaus der packhausbesitzer auf steward island (inklusive faehrueberfahrt!). und ich muss nicht allein reisen: die saison dauert 3 monate, also kommen letztendlich 3 mitarbeiter mit. und genau da liegt der hund begraben: das wochenende gibts naemlich erst, nachdem der job natuerlich erledigt ist, also irgendwann ende mai. und damit man auch ja so lange bleibt, gibts fuer alle, die laenger als 12 wochen bleiben, auch noch eine kleine gehaltserhoehung. nun, auch auf die gefahr hin, dass ich wahnsinnig werde (ich bin auf einem guten weg dahin, ganz gewiss), aber das lasse ich mir beim besten willen nicht entgehen. mit dem geld, was ich dadurch verdiene, ist auch der bereits gebuchte rueckflug von queenstown nach auckland locker wieder drin. und da mich das wochenende nichts kostet und steward island natuerlich sowieso ein “muss” ist, wenn man schon mal in neuseeland ist, ist die entscheidung einer eventuellen visaverlaengerung schnell gemacht. :)

nur fuer ein wochenende verlaengern? nein, natuerlich nicht. danach wird es hier winter (wir haben bereits nachts frost), und ich mag definitiv keinen winter jetzt haben. aber neuseeland bietet klimamaessig etwas fuer jedes beduerfnis und hat auch inseln in tropischen gegenden. z.b. rorotongo!!! dort ist es so warm, dass die menschen dort ebenfalls farbig sind und faelschlicherweise oft fuer afrikaner gehalten werden. mit durchschnittstemperaturen von 25grad celsius das ganze jahr ueber laesst es sich einen winter gut aushalten! :) . und da es sogar eine handvoll farmen gibt, die gern freiwillge aufnehmen, ist auch fuer unterkunft, verpflegung und etwas beschaeftigung gesorgt. zumindest ist die bewerbung raus udn ich bin guter dinge, da ich bisher nur aeusserst positive referenzen habe. rorotongo werde ich auch definitiv brauchen, nach 3 monaten monotonie und eiseskaelte am apfelsortierer.

mein angepeilter rueckflugtermin ist daher ende juli. so bekomme ich wenigstens noch den spaetsommer in deutschland mit, bevor ich dann nicht mehr vor einem weiteren winter drum herum komme.

kaum zu glauben: apfel(pummel)fee britta wird mitarbeiter des monats!

so, und wer nun ne webcam hat, kann gern ein foto von sich machen und es mir schicken *grins*.

das ganze ist natuerlich ein aprilscherz!!! april april! :)

es wird zeit, zurueck zu kommen. auch wenn ich noch viele ideen haette, was es zu tun oder zu sehen gaebe. aber selbst in einem jahr kann man einfach nicht alles schaffen. ich lebe immerhin auch schon 26 jahre in deutschland und habe auch von deutschland noch bei weitem nicht alles gesehen.

2x gingen mein mitbewohner deon und ich nach der arbeit kaninchen schiessen. ich erlegte meins mit dem ersten schuss auf ein lebewesen ueberhaupt. und klar, ich hab es auch gehaeutet und ausgenommen. gab nen leckeres abendessen am naechsten tag.

haette ich gern oefter aufgesucht: der clutha river vom millenium track aus betrachtet.

clutha river von der swingbridge (haengebruecke)

die haengebruecke (swingbridge) am clutha river

meine rueckkehr steht damit nach wie vor am 7. mai. heute, am freitag, in genau 5 wochen sitze ich nun schon im flieger richtung nordhalbkugel. ich freu mich schon, alle wieder zu sehen. auch wenn ich zu vielen leider kaum noch oder gar keinen kontakt mehr habe. vielen dank an dieser stelle an die mir “treu” gebliebenen: meine mutti, uschi, erika und meine partnerin steffi, die mir ueber die letzten 10 monate regelmaessige verbingsbruecken in die heimat waren. waere schwer geworden ohne euch.

ps: nein, es gibt keinen mitarbeiter des monats. auch rorotongo existiert nicht. es koennte aber durchaus eine insel geben, die einen aehnlichen namen hat. ich habe tatsaechlich ein kaninchen erschossen. das ist ok. neuseeland hat eine possum- und eine kaninchenplage. wir haben tatsaechlich nachts frost auf arbeit kann ich den morgenstunden meinen atem sehen *bibber*. ich werde steward island leider “auslassen”, auch wenn es wirklich wirklich sehenswertes auf neuseelands dritter insel gaebe.  :)



hauptaugenmerk quasimodoaepfel

9 03 2011

ich sitze auf dem rad, kalter wind weht mir um die ohren, die finger fest an den lenker geklammert. vor und rechts neben mir eine bergkette, zum teil noch in wolken gehuellt, zum teil sichtbar. rechts der majestaetische cluthariver, der mit seinem immer tuerkis-blauem wasser besticht. es ist 07:45 uhr morgens und ich trete kraeftig in die pedalen. nur bin ich diesmal ohne gepaeck unterwegs und die fahrt endet bereits nach 3,25 km. denn ich befinde mich lediglich auf dem weg zur arbeit. ich wohne in einem kleinen ort mit dem lustigen namen “miller’s flat” (uebersetzt ungerfaehr “mueller’s wohnung”) und radle jeden tag nach ettrick. beides liegt ca. 60km suedlich von alexandra in otago.

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abendstimmung in alexandra

brandung curio bay

cathedral caves

ein “applepackhouse”, ein ‘apfelverpackungshaus’ plumb uebersetzt, ist diesmal ort der ausbeutung. wobei es diesmal geldmaessig besser verguetet wird als alle anderen jobs zuvor. das ist ein wahrer trost, da man sich im wahrsten sinne des wortes den ruecken buckelig arbeitet. und im packhouse herrschen in der regel bessere bedingungen als fuer die apfelpfluecker draussen, zumal diese nach kilogramm gepflueckter aepfel verguetet werden, waehrend wir packer nach stunde entlohnt werden. das ist ein grosser unterschied. denn jeder tag ist anders und ich bin froh, dass wenn ich einen “bin heute im schlafmodus -tag” habe und entsprechend langsam bin, trotzdem mein geld bekomme.

was machen wir da also? die aepfel gelangen bereits auf einem fliessband ins packhaus. zuerst kommen sie durch den “grader”, dort stehen leute, die die schlechten aepfel (“quasimodoaepfel” wie ich sie selbst nenne) aussortieren. das fliessband endet und jeder apfel faellt einzeln in eine kammer auf einem anderen fliessband und wird gewogen. je nach gewicht wird er an der entsprechenden packstation ausgeworfen. die person dort checkt nochmals die aepfel nach schoenheitsfehlern (komische flecken auf der haut (auch aepfel koennen sonnenbrand bekommen!), lustige form, beschaedigungen..) und groesse und packt sie in eine pappschale und anschliessend in eine kiste. das alles muss natuerlich binnen millisekunden geschehen. die kiste kommt aufs fliessband und wird schliesslich auf paletten gepackt. das ist es im grossen und ganzen. 25 tonnen pro tag rattern durchs packhouse. das ist wenig, da es sich nur um ein kleines familienunternehmen handelt. die grossen packhaeuser, die ebenfalls im gleichen ort ansaessig sind, packen 20 tonnen pro stunde. viele packen fuer “enza”, die auch aepfel in deutsche supermaerkte exportieren. doch wir verkaufen soweit ich weiss nur royal gala an enza. zur zeit packen wir orange cox (schmeckt wir braeburn). und ja, wir durfen so viele aepfel essen wie wir wollen und die quasimodoaepfel auch mit nach hause nehmen (hallo apfeldiaet).

geschummelt: von gore zurueck nach rea's junction teilte sich mein rad den platz in einem anhaenger mit einem miniaturpferd

slope point: suedlichster punkt des neuseelaendischen festlandes

regenwald in den catlins

muss man im land der schafe auch mal gemacht haben: arbeiten mit wolle. hier beim woolcarding. das ist der prozess der vorm spinnen statt findet.

yellow eyed penguin in den catlins

zu anfang arbeitete ich als packer am fliessband. die quasimodoaepfel und zu grossen und zu kleinen aepfel aussortieren, die schoene sonnenseite nach oben, stiele alle in eine richtung. schnell schnell schneller!!! in der zweiten woche stellte man mich an den grader. nun heisst es nur noch aussortieren. alle quasimodo- und zu kleinen aepfel wandern aufs fliessband fuer apfelsaft. stunde um stunde wandern hunderte, tausende, wahrscheinlich milliooooonen aepfel durch meine haende. tag ein tag aus, bis zu 10 stunden am tag, 6 tage die woche. wie ich doch froh bin eigentlich  auf der anderen seite des ausbeutergeschaefts zu stehen.

ich werde wohl entweder eine obsession fuer aepfel entwickeln (ich nehme manche aepfel manchmal nur in die hand, weil sie so wunderschoen und perfekt sind!!!) oder das gegenteil: eine allergie. bisher tendiere ich zu ersterem.. .

die letzte woche vorm start des neuen jobs bin ich noch durch die catlins, ganz im sueden der suedinsel, geradelt. zumindest soweit das wetter dies zuliess. in owaka griff ich schliessliche auf motorisierte hilfe zurueck, da meine ausruestung  dauernass/ klamm war und mein zelt schliesslich anfing zu schimmeln.

betroffen: der oertliche supermarkt in miller's flat entschuldigt sich, dass aufgrund des erdbebens manche lebensmittel evtl. nicht verfuegbar sind. das betraf vor allem milch und brot

nach gut 1.500 km auf dem rad nun also fuer die naechsten wochen wieder geregelter arbeitsalltag, was mir glaub ich ganz gut tut. der einzige wehmutstropfen ist lediglich die erkenntnis, dass nun der herbst einzieht, der sich eigentlich schon anfuehlt wie winter und ich daher nicht glaube, dass nach der zeit im packhouse weiter mit rad und zelt reisen kann. wir werden sehen.



quael dich, du sau

17 02 2011

zurueck gelegte strecke seit letztem artikel: dunedin – outram – middlemarch – ranfurly – alexandra – rae’s junction

insgesamt zurueck gelegte kilometer: 1350

laengste etappe auf oben beschriebener strecke: 86km (ranfurly – alexandra)

hoechstgeschwindigkeit: 57,8 km/h

wetter: regen, nieselregen, nebel, sonne, wind bei 10 bis 25 grad

wasserverbrauch pro person und tag: 2 bis 5,5 liter

kalorienverbrauch: sehr viele! es ist immer schwer durch eine ortschaft zu radeln und NICHT irgendwo fuer ein eis, einen burger, einen pie oder ein stueck kuchen anzuhalten. zumal auch fast jede ortschaft fuer irgend etwas in dieser richtung beruehmt ist (z.b. fruitlands fuer “real fruit icecream” (ja, war lecker ;) ) und roxburgh fuer “jimmy’s pies”  (war auch sehr lecker)).

bestes (teil-)stueck:  die letzten rund 20km vor middlemarch (meistens bergab oder flach = endlich mal landschaft geniessen!) und die paar kilometer zwischen alexandra und rae’s junction, die wir nicht auf dem highway fuhren, sondern auf einer nebenstrecke rechts vom clutha river wenn man auf die karte schaut (roxburgh bis millers flat).

herausfordernstes stueck: die drei ersten tage nachdem wir dunedin verliessen. es war, als wolle uns die stadt nicht gehen lassen und stellte uns unzaehlige huegel und berge in den weg die uns mit moerderischen anstiegen die energie regelrecht aus den beinen sogen. am ersten tag, nach einer woche pause, schafften wir gerade mal 40km. davon schoben wir bestimmt mindestens 15.  nicht nur einmal hatte ich udo boeltz beruehmten satz “quael dich, du sau!” im kopf. Jeder meter war harte arbeit, selbst beim schieben, da irgendwann schultern, arme, einfach alles, ALLES nur noch wehtat. einen tag lang mach ich das ja mit. aber es wurde am naechsten und uebernaechsten tag nicht besser. ich fuehlte mich, als wuerde ich mindestens 200 kilo die berge hinauf schleppen und waer selbst gerade nach einer beinamputation aus dem krankenhaus entlassen worden. becky ging es etwas besser und war weiterhin vorne weg. sie verbrachte den halben tag damit, irgendwo auf mich zu warten. am 4. Tag, auf der strecke von ranfurly nach alexandra (=letzte etappe fuer uns auf dem gschotterten otago railtrail), ging es mir endlich besser. doch dafuer wollte dann mein rad nicht mehr. nach knapp 1200 km hatte ich meinen ersten platten. nach weiteren 10 den naechsten und rund 20km vorm etappenziel dann den dritten! mir ging sogar das flickzeug aus und war froh, dass auch becky’s schlaeuche in meine reifen passten. becky selbst stuerzte an diesem tag, zog sich zum glueck aber nur schurfwunden, eine angebrochene rippe und einen kaputten rueckspiegel zu. gemessen daran, dass es nur 10cm neben ihr 15 meter einen hang hinab ging, ist dieser ausgang glimpflig. um 20:30uhr trudelten wir an diesem tag in unserem langersehnten ziel alexandra ein, wo ein sehr nettes couchsurferhost paerchen geduldig auf uns wartete.

pannen: 3 platten (ich), 1 sturz (becky), kaputte hinterbremse (ich), kaputter rueckspiegel (becky); die fahrradwerkstatt in aelxandra freute sich ueber unseren besuch.

interessante bekanntschaften: wir trafen zwischen outram und middlemarch auf ein radlertrio, welches wir dann noch oefter treffen und den einen oder anderen abend zusammen verbringen sollten. david (usa), matt (polen) und rick (deutschland) radelten von dunedin ueber den otago railtrail (middlemarch bis clyde) nach queenstown. alle 3 befinden sich auf weltreise und hatten somit schon die eine oder andere story zum besten gegeben.  wir tauschten nummern aus, doch es war dann doch eher der zufall, dass wir uns so oft sehen sollten (ich glaub 4x sind wir uns wieder begegnet).

unangenehmste erfahrung auf dieser strecke: die erste nacht nach einer schoenen woche in einem richtigen bett campten wir im regen auf einer kuhweide! ich fuehle mich ja schon durchaus zur natur hingezogen, doch an diesem abend war es einfach zu viel fuer mich. ich fuehlte mich rundum unwohl. doch wetter (nebel und nieselregen) und berge hielten uns fest und liessen uns somit keine andere wahl.

weiterer streckenverlauf: in rae’s junction habe ich fuer ein paar tage einen farmaufenthalt. am wochenende gehts weiter in die catlins, bevor ich fuer einen job in einem apfelpackhaus zurueck komme. dann wird das rad fuer ein paar wochen erstmal in den stall gestellt.

aufgrund einer modemverbindung gibts diesmal leider keine bilder. dafuer beim naechsten mal umso mehr. hoffentlich ;)



dunedin

3 02 2011

gefahrene strecke seit dem letzten artikel: twizel – lake aviemore – duntroon – tokahari – five forks – maheno – hampden – moeraki – shag point – palmerston – waitati – mt cargill – dunedin

bisher insgesamt zurueck gelegte km: 975

laengste gefahrene etappe auf der oben beschriebenen strecke: 88km (duntroon – shag point)

koerperliche beschwerden: weiterhin alles ok soweit :)

herausfordernste teilstrecke: eindeutig der letzte tag auf dem weg nach dunedin ueber mount cargill. langer, steiler anstieg (7km), von denen wir gut 5 geschoben haben, davon einen auf schotterstrasse da die normale strasse wegen eines rennens gesperrt war. wir frassen viel staub der uns lange zu schaffen machte (der ganze verkehr wurde auf diese schotterstrasse umgeleitet. auf den highway konnten wir nicht weiterfahren, da er kurz vor dunedin zum motorway, zur autobahn, wird). anschliessend lange, steile und kurvige abfahrt, die nicht weniger herausfordernd war, da man hochkonzentriert sein musste (verkehr, schotter in den kurven, strassenbauarbeiten, viel viel bremsen). dennoch war es gleichzeitig auch sehr schoen (ausblicke!!!). eine weitere grosse herausforderung war der staudamm am lake benmore, den wir gleich eines morgens gemeistert hatten. (ich brauche eigentlich immer ein bisschen um mich “warm” zu radeln ehe ich grosse anstiege durchfahren kann.) da fing meine lunge aber an komische geraeusche zu machen, hehe. generell ist es immer eine herausforderung bei nicht idealem radelwetter (vor allem wind und/ oder regen) auf dem highway zu fahren. man muss sehr konzentriert radeln um nicht umgepustet oder von trucks und bussen eingesogen zu werden. bei abfahrten bei nasser fahrban und boeigen winden erst recht. oftmals ist ein abbruch einer etappe bei solchen umstaenden oft die vernuenftigste entscheidung.

beste teilstrecke: eindeutig die lange, flache abfahrt nach ahuriri pass (erster durchradelter pass ohne schieben!). ca 15 minuten sind wir ohne ein einziges mal zu treten bis nach otematata hineingerollt. das war super! ausserdem versuchen wir soweit es geht den highway zu meiden. bei lake aviemore sind wir daher um den see herum gefahren anstatt auf dem highway. das war wunderschoen! wir hatten die super asphaltierte strasse fast fuer uns allein und trotz bewoelktem himmel wunderbare ausblicke ueber see und berge.

wetter: wie schon davor: eigentlich alles ausser grosse hitze tage. je suedlicher wir kommen, umso kaelter wird es nun. auf der strecke shag point – dunedin mussten wir wegen sturm abbrechen und einen tag zwangsweise in einem pub in palmerston verbringen.

hoechstgeschwindigkeit: 57,4 km/h (abfahrt ahuriri pass. sowas geht nur, wenn die strasse in einem super zustand ist, wenig verkehr herrscht und die strecke gut einsehbar ist (gerade strecke).)

pannen: an lake aviemore brach meine erste speiche. dummerweise konnte ich das par tout nicht sehen, fuehrte es auf meine bremsen zurueck und radelte weitere gute 50km damit. becky beschwerte sich dann, dass ich super langsam bin und ich fuehrte es auf einen schlechten tag zurueck. selbst bergab musste ich staendig treten. am naechsten morgen checkte ich mein rad erneut und entdeckte dann die eigentliche ursache. das hinterrad war durchs weiterradeln dann auch ganz schoen mitgenommen und an weiterfahren war nicht zu denken. zum ersten mal musste ich “professionelle” hilfe in einem fahrradladen in anspruch nehmen. ansonsten immer wieder probleme mit der schaltung. denke ueber eine investition in eine bessere gangschaltung nach.

interessante bekanntschaften: shirley aus waitati. becky ass zu mittag in einem pub in palmerston und erzaehlte den leuten von ihrer radtour und dass sie aus england kommt. das barpersonal erzaehlte es der koechin, shirley. als shirley feierabend hatte machte sie sich auf den weg um becky zu finden, da sie und ihr mann ebenfalls fuer eine zeit in england wohnten. in waitati hatte sie becky mit dem auto dann eingeholt. 2 minuten spaeter waere becky weitergefahren und shirly in ihr grundstueck eingebogen. was ein schoener zufall. shirley ludt becky zu sich nach hause ein, welches mal ein psychiatrisches krankenhaus war. wie passend fuer 2 verrueckte wie uns. ich lag einen tag zurueck da ich mein rad in die naechste stadt (oamaru) bringen musste um es zu reparieren. am naechsten tag stiess ich zu den beiden hinzu und wegen sturm blieben wir beide eine nacht in shirleys haus, das sie mit 8 anderen leuten teilt. im pub in palmerston lernten wir noch 2 weitere kiwipaerchen kennen die uns zu sich nach hause einluden, da becky unbedingt lernen will wie man ein schaf scheert und diese leute eine schaffarm haben. nun haben wir weitere orte auf unserem plan, die wir anradeln werden. eine weitere bereichernde bekanntschaft ist unser derzeitiger gastgeber jack, der fuer diese woche seine 4 waende mit uns teilt und mit gentlemanverhalten besticht.

bestes erlebnis: eindeutig die bekanntschaften die wir machten. eine nacht in einer ehemaligen psychiatrischen einrichtung, die auch immer noch so aussah, zu schlafen war ein bisschen gruselig. aber zum glueck bin ich meist so muede, dass ich super schlafe. gerade in einem richtigen bett :) . und egal, wie ihr euch unsere touren vorstellt, egal welche landschaften, ob entlang schneebedeckter alpenkaemme, sanfte huegel oder auch steile, durch kleine ortschaften wo kinder auf der strasse cricket spielen und uns freundlich gruessen wenn wir vorbei radeln, durch waelder oder tagelang durch farmland, entlang von seen und fluessen oder endlosen straenden, im sonnenschein wie im regen,… es stimmt einfach alles. es ist wunderwunderschoen. an shag point uebernachtete ich im zelt auf einem picknickplatz (picnic area) und nur 10 meter entfernt von mir am fusse der klippen lagen seehunde. ich hoerte die ganze nacht das meer rauschen und den regen auf blaetter und zelt prasseln. das liess mich zwar recht wenig schlafen, da es einfach sehr laut war, aber es war dennoch fantastisch. gerade wenn wir wildcampen, stehen wir zwischen 5 und 5:30uhr auf wodurch ich schon viele viele schoene sonnenaufgaenge gesehen habe. das ist einfach super und laesst muckikater und andere wehwehchen die meist am morgen am staerksten sind im nu vergessen und uns von lauter natuerschoenheiten euphorisiert weiterradeln.

[bilder durch klicken vergroessern und anschliessend mit der pfeil-zurueck-taste zum blog zurueck kehren]

sonnenaufgang am lake aviemore um ca. 06:00uhr

lake aviemore

ausblick vom benmore damm auf lake aviemore

idyllisches duntroon. ach was waeren wir ohne dich gewesen.. :)

im pub in duntroon. der pub war gleichzeitig auch hotel, restaurant, take away, vermietung fuer zeltplatz und gemeindegebaeude, versammlungshaus und natuerlich informationsquelle

auch das passiert: gebrochene speiche

zwangsausflug nach oamaru

waehrend mein fahrrad in der werkstatt war, sah ich mich ein bisschen in oamaru um

oamaru zeigte sich mir sonnig eingestellt

nicht nur herbert darf hier nur 70 fahren. auch alle anderen. ortseingangsschild von "herbert" an der ostkueste

lustige steinformationen bei moeraki

moeraki boulders

moeraki boulders

wildcamp an shag point

den platz teilte ich mir mit ein paar seehunden.

aussicht beim zaehneputzen an shag point

irre! ich verbrachte 1 nacht, becky 2 naechte in shirley's heim, welches mal eine psychiatrische einrichtung war.

blick bei der abfahrt von mt. cargill auf die vororte dunedins

blick auf dunedin von unserer derzeitigen bleibe aus

weiterer verlauf: nach einer ruhe- und organisationswoche in dunedin werden wir uns auf den otago railtrail begeben und verlassen damit die (windige) kueste schon wieder. aller voraussicht nach werden wir einen abstecher nach dunback zu einem weiteren, kurzen farmaufenthalt machen. nach alexandra gehts weiter richtung sueden zu rae’s junction und schliesslich in die catlins.



gott zu fuessen

24 01 2011

gefahrene strecke seit letztem artikel: geraldine – pleasant point (8 tage farmaufenthalt) – fairlie – lake takapo – lake pukaki – mt. cook – twizel

bisher insgesamt zurueck gelegte km: 625

laengste gefahrene etappe: 80km

koerperliche beschwerden: unmerklich

herausfordernste teilstrecke: burkes pass wegen hitze und starker steigung, weg zum mount cook entlang der ben ohau ranges wegen vielen laaaAAAAngen anstiegen

beste teilstrecke: alles seitdem wir burkes pass hinter uns gelassen haben

gewicht des mitgefuehrten gepaecks auf dem fahrrad: (nach einem supermark ueberfall) 25kg

wetter: sonne, regen, windstill bis monsterboen, temperaturen zwischen 8 und 33 grad celsius (tagestemperaturen!). wer als radler abwechslungsreiches wetter mag, muss definitiv nach neuseeland kommen!!

hoechstgeschwindigkeit: 52km/h (eine der vielen abfahrten in richtung mt. cook. auf dem rueckweg sind wir diesen berg dann eine halbe stunde mit 5km/h hinauf geklettert :D )

bisherige pannen: 3x abgesprungene und ins ritzelpaket festgefahrene kette auf der strecke fairlie – lake takapo wegen nicht richtig justierter gangschaltung. dauerte beim ersten mal ne gute stunde die kette wieder heraus zu fummeln, bei den naechsten beiden malen konnte ich rechtzeitig anhalten, war bei 33 grad und viel verkehr trotzdem nervig. konnte fuer diese strecke nicht mehr in den ersten gang schalten, was beim letzten km des burkes pass’ dann im schieben endete. aber wir haben alles allein wieder hingekriegt. im camp in lake tekapo hatte ich dann genug zeit die schaltung neu zu justieren.

interessante bekanntschaften: eindeutig becky aus england, die ich im oktober bei einem farmaufenthalt kennenlernte und mit der ich seit pleasant point nun zusammen radle. ausserdem laura und cyril aus holland, die mit ihrem rad ein jahr lang um die welt radeln, sowie anne aus pleasant point die uns eine nacht via couchsurfing ihr loft zur verfuegung stellte, aus dem der wind in einer stuermischen nacht ein fenster gepustet hat.

bestes erlebnis: boah echt, ich weiss nicht wo ich anfangen soll ).:die topp sisters live zu sehen war toll.  trotz 33 gaensehaut  zu haben als wir den burkes pass gemeistert hatten und sich die schneebedeckten gipfel vor uns aufreihten war super! mein persoenliches highlight auf dieser strecke war eindeutig mt. cook auf dem rad zu erreichen!! wie verrueckt ist das denn!?!? an unserem radfreien tag sind wir rund 17km gewandert. leider war am ankunftstag alles in wolken gehuellt und wir konnten keinen einzigen gipfel sehen. doch am naechsten tag zeigten sich in den morgenstunden dann doch einige gletscher und gifpel ganz schuechtern in einigen wolkenfenstern und schliesslich sahen wir auch ihn: mt. cook, in maori “aoraki”. in der maori kultur ist aoraki ein gott, der aus mutter erde und vater himmel entstanden ist. hier trainerte sir edmund hillary, der erstbesteiger des mount everest, fuer seinen everest aufstieg. aoraki aus eigener kraft (per rad und zu fuss) so nah es eben als nicht-alpinist moeglich ist  zu sein war fuer mich ein besonderer moment der teil meines grossen neuseelandtraumes war. ich war dankbar, dass ich an diesem tag den gipfel a la postkartenfoto sehen durfte. einheimische sagten mir vorher, wenn du ihn siehst, wirst du wissen dass “er” es ist. ich war mir unsicher, ob ich mt cook inmitten der vielen 2000er und 3000er berge einfach so sehen koennte. aber ich wusste es dann tatsaechlich sofort. als wir von lake tekapo richtung mt. cook aufbrachen, zeigte er sich an diesem abend bereits in weiter ferne. majestaetisch von der abendsonne angeschienen. ein kribbeln setze ein, konnte ich ihn doch schon so gut sehen und doch ist er noch so weit weg. eigentlich. denn wir fuehlten uns derart befluegelt von  seinem anblick, dass wir ihn bereits am naechsten tag nach einem 10-stuendigen 80km ritt erreichten.

weiterer verlauf: ueber omarama, otemata, kurow, oamaru nach dunedin



es rollt

6 01 2011

gefahrene strecke: christchurch – darfield – rakaia gorge – mount somers – geraldine

zurueckgelegte kilometer insgesamt: 226

bezwungene hoehenmeter insgesamt: ca. 1.500

koerperliche beschwerden: einige

gewicht des bepacktes rades: viel zu schwer

spassfaktor bisher: hoch hoch hoch!!

wetter: erst sehr windig, dann gluehend heiss und schliesslich regen

beste teilstrecke: glentunnel bis rakaia gorge, alles nach mount somers weil bergab :)

haertestes stueck: rakaia gorge!! das erste mal schieben, aber glaubt nicht, dass schieben irgendwie nicht anstrengend waer!!

hochstgeschwindigkeit: 45km/h

niedrigste geschwindigkeit: 0,0 km/h (mein tacho zeigte es nicht mehr an :) )

interessante bekanntschaften: brandon aus seattle. fahrradmechaniker und triathlet. man kann kaum eine bessere bekanntschaft zu beginn einer tour machen glaub ich :) . durch seine hilfe bin ich sicherlich so schnell aufs rad gekommen. ausserdem aart und seine frau denise, die mich eines nachmittags im schatten am strassenrand bei glentunnel auflasen und mich in ihr kleines paradies einluden. brandon kam spaeter dazu.

bestes erlebnis: radeln durch schoene landschaften, das treffen des kiwipaerchens, ganz allein baden im gemeindepool bei mayfield (am 6. januar anbaden, neuer rekord!!)

doofstes erlebnis: camp im regen abbauen, riemen der hinteren packtasche beim schieben 2x ins ritzelpacket gefahren :P

brandon und ich am 2.1. in christchurch

sonnenuntergang vor der ersten uebernachtung bei west melton

wie das bild so die realitaet: die alpen bauen sich vor mir auf

warmer empfang und eine nacht in einem richtigen bett: denise& aart

da staunte ich nicht schlecht, als sich ueber den wolken die bergspitzen aufreihten. die alpen kommen naeher!!

die bruecke ueber den rakaia gorge war kein problem, die anschliessend steile strasse dahinter schon. brandon's und mein weg trennten sich hier.

verschnaufpause bei mount hutt

geplanter weiterer verlauf: zunaechst ein farmaufenthalt in pleasant point. da will ich mir dann im klaren darueber werden wie es genau weiter geht. zur auswahl stehen die alpen (fairlie, lake tekapo, omarama..), die reizen mich, aber durch die fuehrt nur ein stark befahrener pass. oder noch nen bissl an der ostkueste entlang, was flacher und je nach route weniger befahren ist. ist aber ein umweg und weiter weg von den alpen (mt. cook, lake tekapo), was das mitnehmen von genuegend lebensmitteln erschwert. lassen wir uns ueberraschen! :D

allen lesern noch ein gesundes neues jahr. viel erfolg, gesundheit und abentuer fuer 2011!



auf los gehts los!

30 12 2010

hallo liebe leser,

ich hoffe jeder hat eine schoene weihnachtszeit verbracht und freut sich nun auf eine wilde oder auch ruhige silvesterparty. mein weihnachten war einfach nur wunderbar. ich wurde aufgenommen wie in einer famlie, ein alter kopfkissenbezug wurde kurzerhand als socke umfunktioniert damit santa auch was fuer mich hinterlassen konnte und natuerlich wurde wie auch in deutschland gegessen und getrunken bis nichts mehr reinpasste.

am ersten weihnachtsfeiertag (christmas day) erlebte ich nun mein erstes erdbeben.  da oxford etwas ausserhalb von christchurch ist hatte es vielliecht die staerke 4.5. die beste beschreibung wie es sich anfuehlt ist wahrscheinlich, dass man sich vorstellen muss, es komme wie aus dem nichts ein voll beladener gueterzug mit 200km/h durchs haus/grundstueck gerast. die erde bebte und ich hab vor allem noch das klirren der flaschen im kuehlschrank im kopf, die alle aneinander stiessen. ich denke mal nach 2 sekunden war alles vorbei. passiert ist nichts und hausherr paul liess mit den worten “oy that was a good shake” (das war ein kraeftiges geruettel) die feierlichkeiten einfach weitergehen. es war unheimlich, auf jeden fall. aber bis auf ein paar weitere risse im haus ist nichts passiert. das zweite beben nach mitternacht hab ich nicht mitbekommen.

am morgen des 1. weihnachtsfeiertages bringt der weihnachtsmann die geschenke. auch meine improvisierte socke die von der 8-jaehrigen madeleine mit "briter" beschriftet wurde, hat santa gefunden :)

der tisch ist gedeckt, die neugierde aufs zum teil unbekannte essen gross

sieht das nicht fantastisch aus? mein voller teller am ersten feiertag (christmas day)

maddie (8) und ich

weihnachtsbaum am morgen des 25. dezember

neue (selbstgemachte) ohrringe aus paua muschel gabs auch!!! unglaublich :)

entspannen in sonne oder schatten nach dem grossen festmahl

dachte ich bei meinem besuch vor weihnachten in christchurch noch ‘wow, diese stadt macht sich wieder’, weil schon wesentlich weniger baustellen zu sehen waren als im oktober, haben die 2 neuen erdbeben zu weihnachten die stadt wieder erheblich mitgenommen. viele geschaefte mussten geschlossen bleiben (auch meine bank, was ein bisschen aergerlich ist) und ganze strassenzuege.

vor 2 monaten haben steffi und ich hier noch souvinire und geschenke fuer daheim gekauft (links davon ist das i-site), und nun ist es sperrzone weil teile des daches hinab gestuertzt sind

doch die stadt ist emsig am wiederaufbauen. mal wieder.

zum glueck hatte ein ganz spezieller laden gestern (29.12.)  geoeffnet und ich habe in seinem second hand sortiment an raedern ein passendes rad fuer meine tour gefunden. wenn alles klappt, geht es morgen (31.12., also noch in diesem jahr, hehe) los. jedoch bleibe ich fuer silvester noch in der stadt und werde diese erst neujahr verlassen.

auf los gehts los! mit meinem fast neuen trek bike werde ich die suedinsel erobern.

meine letzte nacht in christchurch sieht meine scheinbar erste couchsurfingerfahrung bei einem ebenfalls radverrueckten vor. ich werde berichten. ;)

ich wuensche allen lesern einen guten rutsch ins neue jahr. man liest sich 2011 wieder. :)